Benjamin Schmid spielt Brahms und Britten

Fr, 24. Februar 2012

 

Früh beeinflusst durch seine Lehrer Yehudi Menuhin und Stéphane Grapelli, begeistert Benjamin Schmid heute als internationaler Solist ein weltweites Publikum. Er konzertiert mit seiner Stradivari Violine ex 1731 mit namhaften Orchestern und Dirigenten und sorgte zuletzt bei seinem Auftritt mit den Wiener Philharmonikern unter Valery Gergiev im Schlosspark von Schönbrunn für Furore.

 

Nächste Woche ist der vielfach preisgekrönte Solist drei Mal mit dem WDR Sinfonieorchester Köln im Großen Festspielhaus zu erleben. Seit Beginn der Saison 2010/11 bekleidet Jukka-Pekka Saraste als Nachfolger von Semyon Bychkov das Amt des Chefdirigenten. Besonderes Markenzeichen des Klangkörpers ist seine stilistische Vielfalt. Wie ‚The New York Sun‘ richtig feststellte, trifft das auch auf den Solisten Benjamin Schmid und folglich auch auf die Programmgestaltung dieser drei Konzerte zu: der Bogen reicht von Schubert, Brahms und Britten bis zu Sibelius.

 

Höhepunkt des Freitagskonzerts ist gewiss die Aufführung des leider viel zu selten gespielten Violinkonzerts von Benjamin Britten. Jascha Heifetz bezeichnete es einst als unspielbar; Brittten allerdings zeigte sich überzeugt, dass sein Konzert ‚ohne Frage mein bestes Stück’ sei. Das Werk kommt einer groß angelegten Sinfonie mit dem Protagonisten an der Solovioline gleich. Immer wieder gibt es längere Passagen des Orchesters, die Ausdruck und sinfonisches Gewand dieses immensen Kosmos bereichern und teils fast schon programmatisch auf die Solovioline einwirken.