Klettner spielt Paganini

Von Paganinis Virtuosität zu Tschaikowskis Poesie

Mo, 10. September 2012

Ein besonderer musikalischer Höhepunkt steht dem Salzburger Konzertpublikum am Donnerstag, den 27. September 2012 um 19.30 Uhr im Großen Festspielhaus bevor: Die junge Geigerin Marie-Christine Klettner wird sich gemeinsam mit dem Mozarteumorchester der herausfordernden Interpretation des als äußerst virtuos geltenden ersten Violinkonzerts von Niccolò Paganini stellen.


Mit einem zarten Alter von 19 Jahren gilt Marie-Christine Klettner als der Shooting-Star der heimischen Klassikszene. Ihren ersten Violinunterricht erhielt sie mit knapp 6 Jahren und mit 11 Jahren gab sie ihr Debüt als Solistin mit Mozarts Violinkonzert in G-Dur. Seit 2006 studiert sie an der Universität Mozarteum im Leopold Mozart-Institut für Hochbegabte. Ab Oktober 2012 wird sie ihre Ausbildung in einem Exzellenz-Studiengang an der Musikhochschule München fortsetzen.

 

Das erste Violinkonzert von Niccolò Paganini gilt als eines der bekanntesten des 1782 in Genua geborenen Komponisten und Geigenvirtuosen. Da ihm die Stücke des klassischen Repertoires nicht schwierig genug erschienen, reicherte er seine Violinwerke mit technischen Finessen an, die die venezianische Kritik wie folgt beschrieb: ‚An den schwierigsten Stellen scherzt er mit all jenen Griffen, die keine andere Hand wagen würde, in der Zartheit wird er zu einem unwiderstehlichen Verführer, im Schwung der Phantasie wirbelt er einen Strudel der seltsamsten Kunstgriffe, schlägt jedes Hindernis nieder, jede Begrenzung und erträgt keine Gesetze.‘


Außerdem auf dem Programm steht Tschaikowskis sechste Symphonie. Die ‚Pathétique’ kann durchaus als das musikalische Vermächtnis des Komponisten angesehen werden. Kurz nach der Uraufführung starb der Komponist unter bis heute ungeklärten Umständen. Als hätte er seinen plötzlichen Tod geahnt, machte er aus seiner letzten Symphonie ein musikalisches Pantheon.

 

 

Marie-Christine Klettner im Portrait (YouTube)