• Leleux spielt Mozart

    Leleux spielt Mozart

    Ungarische Nationalphilharmonie

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    Mi, 17. Jänner 2018, 19:30 Uhr
    Großes Festspielhaus

  • Die Tragische

    Die Tragische

    Ungarische Nationalphilharmonie

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    Do, 18. Jänner 2018, 19:30 Uhr
    Großes Festspielhaus

  • Bruckners Achte

    Bruckners Achte

    Bruckner Orchester Linz

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    Fr, 19. Jänner 2018, 19:30 Uhr
    Großes Festspielhaus

  • Tschaikowsky Klavierkonzert

    Tschaikowsky Klavierkonzert

    Tschaikovsky Symphony Orchestra

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    Mi, 07. Februar 2018, 19:30 Uhr
    Großes Festspielhaus

  • Bilder einer Ausstellung

    Bilder einer Ausstellung

    Tschaikovsky Symphony Orchestra

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    Do, 08. Februar 2018, 19:30 Uhr
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  • Prokofjew Klavierkonzert

    Prokofjew Klavierkonzert

    Tschaikovsky Symphony Orchestra

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    Fr, 09. Februar 2018, 19:30 Uhr
    Großes Festspielhaus

  • Faschingsmatinee

    Faschingsmatinee

    Orchester der Salzburger Kulturvereinigung

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    So, 11. Februar 2018, 11:00 Uhr
    Großer Saal Stiftung Mozarteum

Wiedereröffnung nach Neugestaltung: Trakl Forschungs- und Gedenkstätte

Do, 03. November 2016

Die seit 1973 an die Salzburger Kulturvereinigung angegliederte Georg Trakl Forschungs- und Gedenkstätte unterzog sich während der Sommermonate einer Verjüngungskur. Komplett modernisiert und inhaltlich überarbeitet ist das nach den modernsten museumspädagogischen Erkenntnissen umgestaltete Museum nach einer 4 monatigen Umbauphase seit 3. Oktober wieder öffentlich zugänglich.


Eine der wesentlichen Zielsetzungen der Georg Trakl Forschungs- und Gedenkstätte ist es, Informationen über Leben und Werk des Salzburger Dichters einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Dies geschieht regelmäßig mittels Führungen, diverser Veranstaltungen und einer Tonbildschau. Der 100. Todestag Georg Trakls im Jahr 2014 war erstmals Anlass über eine Modernisierung der Trakl Gedenkstätte nachzudenken. Basierend auf den inhaltlichen Vorstellungen der Verantwortlichen präsentierte die Architektin Sandra Ramböck ein den modernsten museumspädagogischen Erkenntnissen entsprechendes Konzept. Selbstbewusst und begeistert vom gelungenen Umbau schwärmt Kulturvereinigungs-Präsident Hans Schinwald, dass ‘der nun durchgeführte Umbau die größte bauliche Veränderung seit der Übernahme der Georg Trakl Forschungs- und Gedenkstätte durch die Salzburger Kulturvereinigung darstelle.’ 

Die renovierte Georg Trakl Forschungs- und Gedenkstätte gliedert sich in drei Ausstellungsbereiche, die die Widersprüche in Trakls Leben wiedergeben sollen:

- das reale Leben (Historischer Raum),

- er selbst als Dichter (Ausstellungsraum),

- sowie die Flucht in die blaue Höhle (Medienraum).


Im historischen Raum sind großteils Einrichtungsgegenstände aus dem Trakl’schen Familienbesitz zu sehen; sie sollen einen Eindruck von der Herkunft Trakls vermitteln. Das neu hinzukommende Klavier wird die Bedeutung der musikalischen Erziehung der Trakl-Kinder, die später auch Trakls Lyrik beeinflusst hat, betonen. Das Instrument wird auch bei manchen Veranstaltungen eingesetzt werden können.


Im Ausstellungsraum entsteht durch zwei 6 Meter lange, an den Wänden frei hängende Ausstellungsverbauten, eine Art inszenierte Achse, die mit der Büste Trakls vor einer blauen Wand endet. Links und Rechts davon bricht Licht durch die Fenster. Die Verbauten selbst zeigen sich verschlossen. ‘Es soll nicht alles auf den ersten Blick preisgegeben werden, sondern auch eine gewisse Neugierde geweckt werden’, verrät Sandra Ramböck und ergänzt, dass ‘durch die einheitliche Gestaltung die Themengebiete ineinander überfließen sollen’. Hans Weichselbaum erklärt, dass sich ‘unter den Übersichtstexten zu den jeweiligen Schwerpunkten in einem beleuchteten Schaukasten und den darunter liegenden ausziehbaren Schubladen dazu passende Dokumente – teilweise im Original - befinden. Die Farben sollen die stilistische Schlichtheit der Einrichtung unterstützen und der Trakl-Welt angemessen sein.’ Der Ausstellungsraum kann auch für kleinere Veranstaltungen (Vorträge, Lesungen) und Sitzungen genützt werden.


Der daneben liegende Medienraum wurde vom Hauptraum einerseits optisch stärker abgegrenzt, andererseits in Farbgebung und Einrichtung diesem angepasst. Der Monitor für die Tonbildschau ist jetzt beweglich und kann auch für Vorträge verwendet werden.

Elisabeth Fuchs betont, dass ihr ‘neben all den wunderbaren und notwendigen gestalterischen Neuerungen, vor allem das neue Vermittlungskonzept besonders wichtig war. Es geht vor allem auch darum, wieder ein jüngeres Publikum für die Person und das Werk Georg Trakls zu begeistern! Wir würden uns sehr freuen zukünftig vermehrten Besuch von Schulkassen bei uns am Waagplatz zu bekommen!’ Anreiz dafür sind neben fixierten interaktiven Stationen vor allem aber auch neue Tablets, die einfach und vor allem spielerisch an die Lyrik Georg Trakls heranführen sollen. Auf einer eigens für die Trakl Forschungs- und Gedenkstätte programmierten Oberfläche sind einzelne Werke bildender Künstler zu sehen, die sich mit Trakl beschäftigt haben. Sie sind ebenso ein Echo auf Trakls Lyrik wie einzelne Beispiele von den vielen Kompositionen oder kurze Ausschnitte aus Trakl-Filmen. Aus Trakls Werk kann man sich Rezitationen einzelner Gedichte und Beispiele aus seinen Briefen anhören. Ein in der Mitte positionierter beweglicher Vermittlungstisch bietet aktuelle themenbezogene Literatur. Tinte und Papier sollen zum Verfassen eigener Gedichte anregen.

Auch wenn man im Rahmen des rechtlich möglichen mit einer grafisch einheitlichen Beschilderung auf die etwas versteckte Lage der Georg Trakl Forschungs- und Gedenkstätte reagiert hat, richtet Hans Weichselbaum abschließend noch einen Appell an die Politik: ‘Ich bin durchaus der Ansicht, dass es die jetzt renovierte Forschungs- und Gedenkstätte verdient, wenn sowohl zum Kai als auch zum Waagplatz hin stärker auf sie aufmerksam gemacht würde.’