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Salzburger Straßentheater Drucken E-Mail

Die Idee für das Salzburger Straßentheater stammt von Oskar Fritz Schuh, der schon im Jahr 1957 dem Festspieldirektorium den Wunsch vorgetragen hatte, in Salzburg ein Theater auf der Straße zu installieren. Die Salzburger Kulturvereinigung zögerte nicht, 1970 diesen Plan zu realisieren. O. F. Schuh und seine Frau Ursula - er als Regisseur und sie als Ausstatterin - haben dieser Institution 15 Jahre hindurch so idealistisch gedient, daß man sich heute einen Festspielsommer ohne das Salzburger Straßentheater gar nicht mehr vorstellen kann. 1985 haben Klaus Gmeiner und Bernd Dieter Müller deren Aufgaben übernommen und in die Fortführung des Werkes viele neue Ideen eingebracht. Von 1970 bis inklusive 2004 konnte die Salzburger Kulturvereinigung bei über 900 Vorstellungen ihres Straßentheaters rund 460.000 Zuschauer zählen.

Überall, wo der von Pferden gezogene Bühnenwagen auftaucht, erfüllt den Zuschauer das Gefühl des Dabeiseins. Hier stehen sie Seite an Seite: Einheimische, Gäste, Theaterskeptiker und Kunstbeflissene, verbunden in das gemeinsame Erlebnis von Komödianten und Zuschauern. Das Theater ist wieder bei denen, für die es ursprünglich gedacht war. Die Vorstellungen, die bei freiem Eintritt stattfinden, sollen möglichst breite Kreise aus allen Schichten der Bevölkerung ansprechen, das Publikum unterhalten, den Leuten Freude bereiten, sie aber auch zum Nachdenken anregen, ihnen einen Spiegel vorhalten und sie animieren, nicht nur zum Straßentheater zu kommen so ndern bei nächster Gelegenheit auch einmal ins Theater zu gehen.

 

'Salzburger Straßentheater' - das Österreichiste, was es gibt. Die präzise Improvisation'. Elfriede Ott

Bühne frei für das Salzburger Straßentheater! In Kleinarbeit hat Sandra Machart für die Entstehung dieses Buches alles zusammengetragen, was es über das Salzburger Straßentheater seit seiner Gründung im Jahr 1970 zu finden gab: Geschichten, Fotos, Kritiken, lustige Begebenheiten und natürlich alle Stücke und Darsteller zum Nachlesen …

Sandra Marchart Das Straßen

Sandra Marchart, 248 Seiten, € 22.-, 12,6 x 19 cm, franz. Broschur, ISBN 978-3-7025-0621-6

BEITRAG AUF Ö1


Liste der gespielten Stücke beim Salzburger Straßentheater seit 1990

1990 "Frühere Verhältnisse" (Johann Nestroy)
1991 "Zeitvertreib" (Johann Nestroy)
1992 "Der Dieb, der nicht zu Schaden kam" (Dario Fo)
1993 "Spiel von Liebe und Zufall" (Pierre Carlet de Marivaux) Fassung von H.C. Artmann
1994 "Der zerbrochne Krug" (Heinrich von Kleist) Fassung von H.C. Artmann
1995 "Frühere Verhältnisse" (Johann Nestroy)
1996 "Dame Kobold" (Pedro Calderón de la Barca) Fassung von H.C. Artmann
1997 "Der Diener zweier Herren" (Carlo Goldoni)
1998 "Unverhofft" (Johann Nestroy)
1999 "Die Komödie der Irrungen" (William Shakespeare)
2000 "Der Diener zweier Herren" (Carlo Goldoni)
2001 "Eine verwickelte Geschichte" (Johann Nestroy)
2002 "Helden" (Bernhard Shaw)
2003 "Die Schule der Frauen" (Molière)
2004 "Das Glas Wasser" (Eugène Scribe)
2005 "Das Mädl aus der Vorstadt" (Johann Nestroy)
2006 "Der tolle Tag oder Figaros Hochzeit" (Pierre Augustin Caron de Beaumarchais)
2007 "Ein idealer Gatte" (Oscar Wilde)
2008 "Das Konzert" (Hermann Bahr)
2009 "Olympia" (Franz Molnár)
2010 "Der Zerrissene" (Johann Nestroy)

 
Freitag, 18 Mai 2012
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