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Gürzenich-Orchester Köln, James Gaffigan & Kirill Gerstein

Mi, 07. Jänner 2015

‚Wenn man Gerstein in einer Probe erlebt, realisiert man erst welche Ansprüche er hat. Ich glaube die Leute wären geschockt.

Dirigent James Gaffigan über Starpianist Kirill Gerstein

 

Im Sommer triumphierte Krill Gestein bei den Salzburger Festspielen. Nun ist der Starpianist jeweils am 15. und am 16. Jänner 2015 mit dem Gürzenich Orchester Köln unter James Gaffigan im Großen Festspielhaus zu erleben. Mit im Gepäck hat Gestein, der als einer der faszinierendsten jungen Musiker unserer Zeit gilt, das Konzertstück von Carl Maria von Weber sowie Richard Strauss‘ Burleske. Außerdem auf dem Programm steht die dritte Symphonie von Robert Schumann. Wohl kein anderer deutscher Komponist verkörpert das Wesen der musikalischen Romantik so vollkommen wie Robert Schumann. Seine dritte Symphonie spiegelt in höchster künstlerischer Verdichtung den unsteten Geist dieser Epoche wieder: einen hoffnungsfrohen Enthusiasmus, in dem aber immer wieder Verstörung und Depression hervorblitzen.


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Do, 15. Jänner 2015 // 19.30 Uhr // Großes Festspielhaus [Tickets]

Fr, 16. Jänner 2015 // 19.30 Uhr // Großes Festspielhaus [Tickets]

 

DIE RHEINISCHE


ROBERT SCHUMANN Ouvertüre zu ‘Genoveva’, op. 82

RICHARD STRAUSS Burleske für Klavier und Orchester d-Moll

CARL MARIA VON WEBER Konzertstück für Klavier und Orchester f-Moll, op. 79

ROBERT SCHUMANN Symphonie Nr. 3 Es-Dur, op. 97 ‘Rheinische’


Gürzenich Orchester Köln

Kirill Gerstein Klavier

James Gaffigan Dirigent

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‘Robert Schumann ist definitiv einer der Gründe meiner besonderen Beziehung zum Gürzenich-Orchester. Bei der Arbeit zu seiner vierten Symphonie hat es einfach gefunkt.  ’

James Gaffigan über das Gürzenich-Orchester Köln 

Der 35 Jahre alte aus New York stammende James Gaffigan zählt zu den herausragenden Dirigenten seiner Generation. Von Sydney bis Los Angeles dirigierte er im Laufe der vergangenen Jahre beinahe alle bedeutenden Orchester. 2011 debütierte er mit ‚La Bohème’ an der Wiener Staatsoper und auch beim Glyndebourne Festival ist er ein gern gesehener Gast. Gaffigan studierte am New England Conservatory of  Music in Boston sowie an der Shepherd School of Music at Rice University in Houston. Seine Karriere begann er als Assistent Conductor von Franz Welser-Möst beim Cleveland Orchestra, ehe ihn Michael Tilson Thomas als Associate Conductor nach San Francisco holte. Zurzeit ist James Gaffigan Chefdirigent des Luzerner Sinfonieorchesters sowie erster Gastdirigent der Niederländischen Radio Philharmonie und des Gürzenich-Orchesters Köln.

 


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JAMES GAFFIGAN im Gespräch mit Michael Sowa


Michael Sowa: Sie haben im Laufe der letzten Jahren Weltkarriere gemacht. Wenn Sie zurückblicken an den Anfang; viele ihrer Kollegen wuchsen in Musikerfamilien auf oder wurden über die Familie mit Musik sozialisiert. Wie war das bei Ihnen? Gibt es Personen die Sie besonders geprägt, unterstützt und beeinflusst haben?


‘Auch wenn ich kein einziges Wort verstanden hatte, spürte ich sofort wie unglaublich mächtig diese Musik ist.’


‘Diesen Menschen verdanke ich, dass sie mein Talent erkannten, an mich glaubten und mich förderten.‘ 
James Gaffigan: Auch wenn mich meine Familie immer unterstützte, spielte Musik bei uns zu Hause nicht wirklich eine bedeutende Rolle. In meinem Fall war es eher die Schule, die mir Zugang zur unglaublichen Welt der klassischen Musik eröffnete. Meine Schule hatte ein ausgezeichnetes Musikprogramm und ich hatte schon sehr früh die Gelegenheit ein Orchester live zu erleben. Sofort spürte ich, dass es hier eine ganz spezielle Verbindung gab. Ich denke schon, dass ich ein ganz normaler Junge war, der Jazz-Gitarre lernte und auch viel Sport betrieb. Zusätzlich aber konnte ich  in der Schule Klarinette und Fagott lernen und in der Brass Band spielen. Bald wurde ich auch in ein spezielles Programm für Hochbegabte an der berühmten Julliard School in New York aufgenommen.

 

Außerdem hatte ich Zugang zur öffentlichen Bibliothek und ich erinnere mich noch sehr genau an den Moment als ich dort die erste Wagner-Aufnahme hörte - ich glaube es war ein Auszug aus Siegfried. Auch wenn ich kein einziges Wort verstand, spürte ich sofort wie unglaublich mächtig diese Musik ist. Vielleicht war es die extremste Musik die ich je in meinem Leben hörte.

 

Natürlich hatte ich auch großes Glück mit meinen ganz außergewöhnlichen Lehrern. Besonders beeinflusst haben mich  natürlich David Zinman, Franz Welser-Möst und Michael Tilson Thomas. Diesen Menschen verdanke ich, dass sie mein Talent erkannten, an mich glaubten und mich förderten. Ich bin wirklich ein Glückspilz, dass ich bereits in so jungen Jahren mit drei der bedeutendsten Dirigenten arbeiten durfte.



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Michael Sowa: Michael Tilson Thomas und Franz Welser-Möst sind doch eigentlich sehr unterschiedliche Persönlichkeiten, oder?


‘Michael Tilson Thomas und Franz Welser-Möst könnten nicht unterschiedlicher sein.’


James Gaffigan: Michael Tilson Thomas und Franz Welser-Möst könnten nicht unterschiedlicher sein. Aber ich denke, dass genau das der Grund dafür ist warum ich so enorm von ihnen profitiert habe. Wenn Welser-Möst dirigiert distanziert er sich vollkommen von sich selbst - sein Dirigat hat dann nichts mit ihm selbst, mit seiner Person zu tun - bei Tilson Thomas ist das genau umgekehrt. Tilson Thomas vertritt die Meinung, dass seine Interpretation natürlich von seinen Gefühlen und Lebenserfahrungen beeinflusst sein soll. Welser-Möst wiederum sieht sich mehr als Diener des Komponisten und als Sprachrohr zum Publikum. Beide Ansichten sind extrem. Ich persönlich sympathisiere eher mit der Haltung von Franz Welser-Möst. Aber trotzdem bin ich sehr dankbar auch die Welt von Michael Tilson Thomas kennengelernt zu haben. Vor allem bei Charles Ives, Gustav Mahler und Jean Sibelius konnte ich enorm viel von ihm lernen. Er ist einer der intelligentesten Menschen die ich kenne.


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Michael Sowa: Zwischen Salzburg und Luzern gibt es viele Parallelen. Zwei Festspielstädte mit enormer Erwartungshaltung – auch außerhalb von Festspielzeiten. Ich kann mich noch sehr gut an Ihr umjubeltes Konzert mit der Camerata Salzburg im Mozarteum vor vier Jahren erinnern – diesmal geht es in das Große Festspielhaus. Mit nur 35 Jahren zählen Sie noch zu den ‚Jungen’ ihres Fachs. Auch wenn der Großteil der Orchestermusiker, zumindest hierzulande, jünger ist als der durchschnittliche Konzertbesucher, so sind die meisten aber doch älter als Sie. Wie gehen Sie mit diesem Druck um?


‚Debüts machen mich nervös. Die Musiker beginnen dich zu beurteilen sobald du das Podium betrittst. ’

 

James Gaffigan: Meine Karriere kam im Alter von 22 Jahren ins Laufen. Ich hoffe das klingt jetzt nicht absurd, aber wenn man so jung ist will man einfach nur Musik machen und man realisiert überhaupt nicht wie viel Druck wirklich auf einem lastet. Mit 35 Jahren bin ich zwar noch kein alter Mann, aber auch kein ganz junger mehr. Ich bin sehr froh, dass ich die meisten Debüts bei den großen Orchestern schon hinter mir habe. Debüts machen mich nervös. Die Musiker beginnen dich zu beurteilen sobald du das Podium betrittst. Jeder einzelne von ihnen ist grandios und viele haben, wie Sie schon sagen, mehrere Jahrzehnte an Erfahrung. Als Dirigent muss man eine Art Politiker sein und es verstehen mit den vielen starken Persönlichkeiten im Orchester umzugehen. Wenn das gelingt, dann entsteht etwas Besonderes; man atmet zusammen die gleiche Luft und es entsteht Vertrauen. Nur dann lassen sie dich zeigen was du zu bieten hast. Orchester wie etwa die Münchner Philharmoniker oder das Cleveland Orchestra sind mittlerweile eine Art Familie für mich geworden. Wir vertrauen uns gegenseitig und es gibt keinen Grund zur Nervosität.


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Michael Sowa: Stichwörter ‚Familie und Vertrauen‘; Sie bevorzugen ja generell längere Partnerschaften mit einigen ausgewählten Orchestern und haben in den vergangenen Jahren vor allem eine besondere Beziehung zum Luzerner Sinfonieorchester, zur Niederländischen Radio Philharmonie und zum Gürzenich-Orchester Köln aufgebaut. Wieso gerade diese drei Klangkörper und wodurch zeichnet sich das Gürzenich-Orchester aus?


‘Ich bin generell der Meinung, dass die Existenz eines ‚Chefdirigenten‘ für viele Klangkörper nicht förderlich ist. ’


James Gaffigan: Ich bin generell der Meinung, dass die Existenz eines ‚Chefdirigenten‘ für viele Klangkörper nicht förderlich ist. Fast immer beginnt alles mit einer Art ‚Honeymoon‘-Zeit. Leider stellt sich oft zu rasch eine Art Routine-Zustand, der sich zumeist durch Bequemlichkeit ausdrückt, ein. Verstehen Sie mich nicht falsch, ich bin wirklich sehr froh und glücklich drei Orchester zu haben. Die Gürzenich-Konzerte werden immer besser und besser, die Konzerte der Niederländischen Radio Philharmonie gewinnen kontinuierlich an Qualität und am offensichtlichsten ist die Entwicklung in Luzern. Es war alles wie eine große Hochzeit und wir sind immer noch im ‚Honeymoon‘-Zustand. Aber sobald sich die Dinge ändern wird es auch für mich an der Zeit aufzubrechen und neue Wege einzuschlagen. Die Gegenwart ist allerdings gerade sehr spannend und ich bin sehr stolz auf unsere gemeinsamen musikalischen Errungenschaften der letzten Jahre.


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Michael Sowa: Der Programmschwerpunkt der Konzerte, die zuvor in gleicher Form auch in der Kölner Philharmonie und im Wiener Konzerthaus stattfinden, liegt auf Werken der deutschen Romantik. Haben Sie eine Vorliebe für Robert Schumann und würde es Sie auch reizen die komplette Oper ‚Genoveva’ zu machen?


‘Schumann ist für mich der faszinierendste aller deutschsprachigen Komponisten. ’


James Gaffigan: Nein, das kann ich mir zurzeit nicht vorstellen. Aber solche kleinen Werke, wie beispielsweise die Genoveva-Ouvertüre, sind ideal um ein Konzert zu eröffnen. Es präsentiert eine ganze Welt in nur 10 Minuten. Robert Schumann ist für mich eindeutig der faszinierendste aller deutschsprachigen Komponisten. Seine Musik ist die verrückteste, schönste und auf eine gewisse Art auch die authentischste. Klar, ich liebe Schubert, Mozart, Haydn und Brahms; aber Schumann ist anders. Mag sein, dass es nur ein Klischee ist, aber vielleicht liegt das daran, dass Schumann seinen Verstand verloren hatte. Es gibt eine Tiefe, die man sonst nirgendwo findet. Robert Schumann ist definitiv einer der Gründe meiner besonderen Beziehung zum Gürzenich-Orchester. Bei der Arbeit zu seiner vierten Symphonie hat es einfach gefunkt. 

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Michael Sowa: Neben dem Konzertstück für Klavier von Carl Maria von Weber steht auch die Burleske für Klavier von Richard Strauss auf dem Programm. Was ist für Sie das Besondere an diesem Werk? Der Solist des Abends, Kirill Gerstein, ist von den großen Konzertpodien nicht mehr wegzudenken. Gerade erst im August überzeugte er bei einem phänomenalen Rezital das Festspielpublikum. Sie haben schon vielfach, u.a. mit den Symphonieorchestern von Dresden, London, Sydney, Luzern und Berlin mit ihm zusammengearbeitet. Was unterscheidet Gerstein von seinen Kollegen?


‘James, ich glaube zwar nicht, dass du die Burleske mit mir machen möchtest - kein Dirigent mag sie - aber ich frage dich trotzdem.’


‘... auch wenn man nicht von Beginn an mit ihm einer Meinung ist, spätestens bis zum Ende der Probe hat er dich mit seinen Ideen und klaren Vorstellungen überzeugt.’


‘In der zweiten Probe haben alle nur mehr ’wow’ gesagt - und das ist sicherlich Gerstein zu verdanken. ’

James Gaffigan: Richard Strauss’ Burleske ist ein ungemein schwieriges Werk. Aber zum Glück haben wir mit Kirill Gerstein einen fantastischen Partner zur Seite. Ich habe bereits mehrfach mit ihm gearbeitet. Auch die Burleske haben wir schon einmal in Dresden erarbeitet. Damals trat er mit folgenden Worten an mich heran: ‚James, ich glaube zwar nicht, dass du die Burleske mit mir machen möchtest - kein Dirigent mag sie - aber ich frage dich trotzdem.‘ Ich mag es Herausforderungen anzunehmen und es war die einzig richtige Entscheidung. Es war eine fantastsiche Erfahrung. Gerstein gibt mir ein Gefühl von Sicherheit.


Besonders frustrierend in der heutigen Musikwelt ist, dass Kritiker fast nie zu Proben kommen. Wenn man Gerstein in einer Probe erlebt, realisiert man erst welche Ansprüche er an das Orchester und auch an den Dirigenten hat. Ich glaube die Leute wären geschockt. Er versteht was ein Orchester und ein Dirigent vom Solisten erwartet. Ich habe das Gefühl, dass zwischen uns eine sehr offener Dialog herrscht. Sein Konzept von Schumann, Strauss oder Brahms ist von der ersten Probe an glasklar - auch wenn man nicht von Beginn an mit ihm einer Meinung ist, spätestens bis zum Ende der Probe hat er dich mit seinen Ideen und klaren Vorstellungen überzeugt. Die Burleske ist ein extrem unnatürliches Musikstück - Gerstein aber füllt es mit Leben.

 

Gerade haben wir das Schönberg Klavierkonzert mit dem BBC Symphony Orchestra aufgeführt. Als wir es das erste Mal probten wunderten sich noch alle warum wir gerade dieses Werk ausgewählt hatten. Nach drei Stunden haben die Musiker aber begonnen mehr und mehr Fragen zu stellen. In der zweiten Probe haben alle nur mehr ’wow’ gesagt - und das ist sicherlich Kirill Gerstein zu verdanken.


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Michael Sowa: Sie haben einmal in einem Interview erwähnt, dass Sie ca. 70 verschiedene Werke pro Saison dirigieren? Wie schafft man das?


‘Um eine Bruckner Symphonie zu erlernen benötige ich mindestens ein halbes Jahr.’


James Gaffigan: Das ist etwas worüber sich die Leute immer wieder wundern. Ich denke, dass es hier zwei Arten von Dirigenten gibt. Einige meiner Kollegen und auch guten Freunde bevorzugen es sich auf ein paar wenige Werke pro Saison zu konzentrieren. Bei dieser Herangehensweise ist natürlich die Gefahr gegeben, dass man aufgrund von Programmkollisionen abgewiesen wird. Diese Einstellung ist absolut in Ordnung und ich respektiere das auch. Ich persönlich hatte das Glück viele der großen Werke des Standard-Repertoires, vor allem während meiner Zeit in Cleveland, lernen zu können. Dort musste ich, für den Fall dass Welser-Möst erkrankte, immer bestens vorbereitet sein. Aber natürlich ist es einfacher, ein Werk, das man schon einmal studiert hat, wieder hervorzuholen als es komplett neu zu erlernen. Wenn man beispielsweise eine Symphonie von Schubert wieder ausgräbt, dann ist das vergleichbar mit einem alten Freund, den man eine Weile nicht mehr gesehen hat. Man weiß genau mit welcher Konversation man sich verabschiedet hatte und setzt genau an dieser Stelle wieder an. Wenn man als junger Dirigent zu viele neue Werke pro Saison aufführt ist das meiner Meinung nach gefährlich. Aber nichtsdestotrotz ist der Mensch hungrig und wir wollen, vor allem in jungen Jahren, so viel Informationen wie möglich aufsaugen. Das Studium neuer Werke benötigt sehr viel Zeit. Um eine Bruckner Symphonie zu lernen benötige ich mindestens ein halbes Jahr. Aber jeder Dirigent ist und arbeitet unterschiedlich.

 


Vielen Dank für das Gespräch!