Mozarteumorchester © Nancy Horowitz
Konzert

Bruckners Neunte & Te Deum

„Dem lieben Gott“ soll Bruckner seine 9. Symphonie gewidmet haben. Belegt ist dies nicht, obwohl noch zu Lebzeiten des Komponisten entsprechende Erzählungen von Freunden erschienen.
Datum
Mittwoch, 22. April 2020
Uhrzeit
19:30
Ort
Großes Festspielhaus
Hofstallgasse 1, 5020 Salzburg
* Im folgenden Abonnement enthalten: Die große Symphonie

Bruckners Neunte & Te Deum

ANTON BRUCKNER
Symphonie Nr. 9, d-Moll, WAB 109

ANTON BRUCKNER
„Te Deum“, C-Dur, WAB 45

Mozarteumorchester Salzburg
Karl-Heinz Steffens Dirigent
Anna El-Khashem Sopran
Štěpánka Pučálková Alt
Jacques le Roux Tenor
Michael Wagner Bass
Bachchor Salzburg

„Dem lieben Gott“ soll Bruckner seine 9. Symphonie gewidmet haben. Belegt ist dies nicht, obwohl noch zu Lebzeiten des Komponisten entsprechende Erzählungen von Freunden erschienen. Sicher ist, dass der Meister von St. Florian ein gläubiger Mensch gewesen ist, verwurzelt im barock geprägten Katholizismus seiner bäuerlichen Heimat. Vom Aberglauben war er freilich auch nicht frei. „Ich mag die Neunte nicht anfangen, ich traue mich nicht, denn auch Beethoven machte mit der Neunten den Abschluss seines Lebens“, so vertraute er nach der Vollendung der „Achten“ Freunden an. Und er konnte das Werk in der Tat nicht mehr vollenden, trotz vieler Entwürfe zum letzten Satz. Er spielte die drei fertigen Sätze allerdings noch oft selbst am Klavier und meinte: „Das Adagio, das drinnen vorkommt, soll das schönste sein, das ich geschrieben habe. Mich ergreift es immer, wenn ich es spiele.“ Es ist wahrlich ein Wunderwerk. Das Miserere der d-Moll-Messe und das Benedictus aus der f-Moll-Messe sind Eigenzitate, gesteigert zu sehnsuchtsvollen Gebärden, versinkend immer wieder in Düsternis. Erst in den letzten Takten erklingt Erlösung, Ruhe in tiefem Glauben. 
Ist danach ein hymnisches Finale noch möglich? Bruckners Wunsch, am Ende sein „Te Deum“ zu spielen, wird selten befolgt, doch dieser Verweis auf den scharfen Kontrast, auf den C-Dur-Jubel des Gotteslobs war vielleicht ein letzter Wille, noch nie da Gewesenes zu versuchen. Er wird in diesem Konzert mit dem nicht nur Mozart, sondern auch Bruckner verpflichteten Mozarteumorchester Salzburg endlich wieder einmal befolgt. Mit dem grandiosen Bachchor Salzburg und erlesenen Soli. Unter der Leitung des ehemaligen Soloklarinettisten der Berliner Philharmoniker, Karl-Heinz Steffens, der sich im Vorjahr als exemplarischer Bruckner-Interpret in Salzburg vorgestellt hat.   

Einführungsvortrag: 18.45 Uhr, Fördererlounge
Einzelkarten: € 26 – € 89

Kombi-Vorteil: Konzert + Vortrag
€ 6 Ermässigung auf Vortrag: Nur buchbar im Kartenbüro (persönlich, Telefon, Email)

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Vortrag "Anton Bruckner“
Mo, 30. März 2020, 19.30 Uhr, WIFI Saal 1

ClassicLounge
Fr, 24. April 2020
ab 22.30 Uhr, SZENE Foyer
Mitternachtsact: Štěpánka Pučálková

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