Thomas Assinger übernimmt Leitung der Georg Trakl Forschungs- und Gedenkstätte
Die Salzburger Kulturvereinigung freut sich, mit dem Literaturwissenschaftler und Literaturvermittler Thomas Assinger eine engagierte Persönlichkeit im Team begrüßen zu dürfen.
Mit März 2026 übernimmt er die Leitung der Georg Trakl Forschungs- und Gedenkstätte und zugleich die Geschäftsführung des Internationalen Trakl Forums. Er folgt damit auf Hans Weichselbaum, der diese Funktion seit Gründung der Gedenkstätte 1973 ausgeübt hat.
Zu seinen Aufgaben zählt die Betreuung des Museums im Georg Trakl Geburtshaus am Waagplatz mit seinen Sammlungen zu Leben, Werk und Wirkung des Dichters, die Betreuung der hauseigenen Spezialbibliothek und des Georg Trakl Archivs sowie die Gestaltung des wissenschaftlichen und literarischen Veranstaltungsprogramms des Trakl Forums.
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Thomas Assinger ist neuer Leiter der Georg Trakl Forschungs- und Gedenkstätte
© SKV / ebihara photography
Ein erstes Vorhaben ist zugleich ein Herzensanliegen von Thomas Assinger: die Neugestaltung des literarischen Vermittlungs- und Bildungsangebots für Jugendliche und Schulklassen. Ziel ist es, gemeinsam mit jungen Menschen, Literaturvermittler:innen und Museumspädagog:innen zeitgemäße Formate und innovative Materialien für den Museumsbesuch und Literatur-Workshops in der Gedenkstätte zu entwickeln. Das mit dem Bundesgymnasium Salzburg-Nonntal entwickelte Projekt Literatur ausstellen? setzt dabei zentral auf kulturelle Teilhabe von Schüler:innen und wurde vom Bundesministerium für Bildung im Rahmen der Initiative Culture Connected mit einer Förderung ausgezeichnet.
Mit Blick auf das Trakl-Jubiläumsjahr 2027 plant Thomas Assinger neben der Beteiligung an einer internationalen Tagung zum Geburtstag im Februar auch eine Sonderausstellung im Museum, die aktuelle künstlerische Perspektiven auf das Werk des Salzburger Dichters eröffnen soll.
Ein besonderes Anliegen ist ihm die Beschäftigung mit Übersetzungen und der weltweiten literarischen Rezeption des Salzburger Dichters. Mit dem Georg-Trakl-Übersetzungsgespräch wird im Herbst eine neue Veranstaltungsreihe ins Leben gerufen, die diesen Aspekten Rechnung tragen und der oft im Hintergrund wirkenden, aber ungemein faszinierenden kreativen Arbeit von Übersetzer:innen Aufmerksamkeit schenken soll.
Thomas Assinger freut sich auf einen offenen Dialog über Georg Trakl und die zukünftigen Aktivitäten der Gedenkstätte. Fragen, Anregungen und persönliche Gespräche sind jederzeit willkommen.
Thomas Assinger (*1989 in Villach) war nach dem Studium der Germanistik, Romanistik und Slawistik in Wien und Konstanz wissenschaftlicher Mitarbeiter für Neuere deutsche Literatur an den Universitäten Wien und Salzburg. Neben seiner wissenschaftlichen Arbeit ist er mit großer Begeisterung als Literaturvermittler aktiv.
Die beigefügten Pressefotos können im Zusammenhang mit dem Programm der Salzburger Kulturvereinigung und gegen Nennung des Bildnachweises honorarfrei verwendet werden.